Aktuelles
28.09.2026
Pensionszusagen: Erdienbarkeit und Ausfinanzierung ? Aktuelle Rechtsprechung
In der Praxis begegnen wir immer wieder der Frage, ob die
sogenannten Grundsätze zur Erdienbarkeit bei bestimmten Pensionszusagen
angewendet werden müssen. Im aktuellen Streitfall zahlte die Klägerin monatlich
einen festen Betrag in die Versorgungszusage und die späteren Leistungen
sollten sich aus diesen Einzahlungen plus 4,5 % Verzinsung ergeben. Die
Klägerin argumentierte, dass sie dadurch nicht mit unvorhergesehenen Risiken
oder Kosten belastet sei und die Grundsätze zur Erdienbarkeit deshalb nicht relevant
wären.
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24.09.2026
FG Münster klärt Behandlung von jungen Finanzmitteln bei Schenkungsteuer
Das Finanzgericht (FG) Münster hat entschieden, dass die
Übertragung von Darlehensforderungen eines Kommanditisten aus dem
Sonderbetriebsvermögen in das Gesamthandsvermögen einer Kommanditgesellschaft
(KG) keine Entnahme und Einlage von Finanzmitteln im Sinne des § 13b Abs. 4 Nr.
5 Satz 2 ErbStG darstellt.
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23.09.2026
Einbringung von Mitunternehmeranteilen und Betriebsgrundstücken
Das Finanzgericht Münster hat wichtige steuerliche
Grundsätze im Zusammenhang mit der Einbringung von Mitunternehmeranteilen in
eine Kapitalgesellschaft und der Veräußerung von Betriebsgrundstücken
bestätigt.
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22.09.2026
Steuerliche Behandlung familienanaloger Wohngruppen
Das Finanzgericht (FG) Münster hat entschieden, dass die
Einkünfte einer Betreiberin einer familienanalogen Wohngruppe für das
Streitjahr 2019 nicht als steuerfreie Beihilfen gemäß § 3 Nr. 11 EStG zu
qualifizieren sind.
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21.09.2026
Ab 2027: Steuerbescheide werden digital
Papierbescheide werden künftig zur Ausnahme. Ab 2027 sollen
Steuerbescheide und andere Steuerverwaltungsakte grundsätzlich elektronisch
bereitgestellt werden. Wer weiterhin Post vom Finanzamt erhalten möchte, muss
aktiv einen Antrag stellen.
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17.09.2026
Energiesteuer: Mögliche Ausnahme bei der Umsetzung der Regelungen für Wasserstofftankstellen
Ist an einer Wasserstofftankstelle sichergestellt, dass an
den 700-bar- und 500-bar-Zapfpunkten ausschließlich Fahrzeuge mit Tankgrößen
bis maximal 10 Kilogramm (also Pkws und leichte Nutzfahrzeuge) betankt werden
können (z.B. indem keine Tankkarten für schwere Nutzfahrzeuge herausgegeben
werden, die über die technischen Voraussetzungen verfügen, um Wasserstoff an
einem solchen Zapfpunkt beziehen zu können), so kann auf Antrag genehmigt
werden, dass das betreffende Unternehmen die Fachmeldung vorerst ausschließlich
für die 350-bar-Zapfpunkte (für Fahrzeuge mit Tankgrößen > 10 Kilogramm,
d.h., schwere Nutzfahrzeuge) umsetzt. Darauf weist der Zoll hin.
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16.09.2026
Ermittlung der Erbanteile von Amts wegen bei Vorliegen gewichtiger Gründe
Finanzbehörden und Finanzgerichte haben regelmäßig von dem Erbrecht auszugehen, wie es im Erbschein angegeben ist. Werden jedoch gewichtige Gründe erkennbar, die gegen die Richtigkeit des Erbscheins in tatsächlicher oder rechtlicher Hinsicht sprechen, sind sie berechtigt und verpflichtet, das Erbrecht und --bei Miterben-- die Erbanteile selbst zu ermitteln.
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15.09.2026
Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Tabaksteuergesetzes veröffentlicht
Das Bundeskabinett hat am 6. Juli 2026 einen Gesetzentwurf
zur Änderung des Tabaksteuergesetzes (Tabaksteueränderungsgesetz ? TabStÄndG)
verabschiedet. Mit dem Gesetz sollen das Tabaksteuergesetz und gleichzeitig die
Tabaksteuerverordnung geändert werden. Der Gesetzentwurf dient der Reduzierung
des Handlungsbedarfes im Bundeshaushalt. Die Anpassung der Tabaksteuer zählt zu
den vereinbarten Konsolidierungsmaßnahmen.
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14.09.2026
Das Familienheim in der Erbschaftsteuer: Begriff des begünstigten Grundstücks
Das Familienheim kann nach § 13 Abs. 1 Nr. 4c Satz 1 des
Erbschaft- und Schenkungsteuergesetzes (ErbStG) im Erbfall steuerfrei von einem
Elternteil auf ein Kind übergehen, wenn der Elternteil vor dem Tod dort selbst
gewohnt hat, das Kind nach dem Tod unverzüglich einzieht und die Wohnfläche 200
qm nicht übersteigt. Dass auch ein mitgenutztes Garten- und Wegegrundstück der
Steuerbefreiung unterliegen kann, hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden.
Als steuerbegünstigtes Grundstück ist die wirtschaftliche Einheit von
Grundstücksflächen anzusehen, die für das Erbschaftsteuerverfahren bindend
festgestellt wird.
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10.09.2026
Kindergeld während des Freiwilligen Wehrdienstes?
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat entschieden, dass der
Freiwillige Wehrdienst eines volljährigen Kindes allein keinen Anspruch auf
Kindergeld begründet. Dennoch kann während dieser Zeit ein Anspruch bestehen,
wenn bestimmte gesetzliche Voraussetzungen erfüllt sind.
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09.09.2026
Einziehung von Elfenbein durch den Zoll bei der Einfuhr in die Bundesrepublik Deutschland
Die Einziehung von Elfenbein durch die Zollbehörde im Rahmen
einer Einfuhr ist rechtmäßig, wenn keine Einfuhrgenehmigung vorliegt und
lediglich ein 56 Jahre alter Beleg aus einem außerhalb der Europäischen Union
belegenen sog. Drittland beigebracht wird.
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08.09.2026
Steuerbescheid zu spät: Welche Postlaufzeit gilt?
Ein Steuerbescheid oder eine Einspruchsentscheidung gilt
grundsätzlich vier Tage nach der Aufgabe zur Post als zugestellt. Doch was
passiert, wenn das Dokument erst später beim Empfänger ankommt? Mit dieser
Problematik befasste sich das Finanzgericht Berlin-Brandenburg. Im konkreten
Fall wurde eine Einspruchsentscheidung am 18.9.2025 auf den Weg gebracht und
hätte nach der gesetzlichen Zugangsvermutung am 22.9.2025 als zugestellt gelten
müssen. Die Klagefrist endete somit am 22.10.2025. Die Klage ging jedoch erst
am 23.10.2025 beim Gericht ein. Der Steuerpflichtige vermerkte handschriftlich,
dass er den Bescheid erst am 23.9.2025 erhalten habe.
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07.09.2026
Bundeskabinett beschließt Jahressteuergesetz 2026
Das Bundeskabinett hat am 12. August 2026 den Gesetzentwurf
für das Jahressteuergesetz 2026 (JStG 2026) beschlossen. Wie üblich
enthält auch dieses Jahressteuergesetz zahlreiche Anpassungen im deutschen
Steuerrecht. Es sieht Maßnahmen zum Bürokratierückbau, zur Förderung der
Digitalisierung und zur Verhinderung von unrechtmäßigen Steuergestaltungen vor.
Zudem werden Verfahrensfragen und Zuständigkeiten aktualisiert. Andere
Anpassungen sind aufgrund von Änderungen des Rechts der Europäischen Union oder
der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs notwendig. Außerdem reagiert
die Bundesregierung auf Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts und des
Bundesfinanzhofs.
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03.09.2026
Abfindung für Pflichtteilsverzicht nicht steuerbar
Wer zu Lebzeiten gegen Geld auf Pflichtteilsrechte
verzichtet, erhält meist keinen laufenden Ertrag, sondern einen Ausgleich für
eine erbrechtliche Position. Die Frage, ob solche Zahlungen der Einkommensteuer
unterliegen, ist auch bei Ratenzahlungen relevant. Der Bundesfinanzhof hat entschieden,
dass Abfindungen für einen lebzeitigen Pflichtteilsverzicht nicht
einkommensteuerbar sind ? unabhängig davon, ob sie einmalig oder in Raten
gezahlt werden.
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02.09.2026
Firmenwagen oder Privatwagen: Keine Fahrtkosten als Werbungskosten bei »Über-Kreuz-Nutzung«
Bei beruflichen Auswärtstätigkeiten besteht grundsätzlich
Wahlfreiheit beim Transportmittel für den steuerlichen Abzug der Fahrtkosten.
Wird jedoch ein Firmenwagen vom Arbeitgeber bereitgestellt und für Dienstreisen
stattdessen das Privatfahrzeug genutzt, sind die dabei entstehenden Kosten in
der Regel nicht als Werbungskosten abziehbar.
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01.09.2026
Steuerliche Gleichbehandlung von Gebietsfremden: Vorlage des BFH an den EuGH
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat dem Europäischen Gerichtshof
(EuGH) im Rahmen eines Vorabentscheidungsverfahrens einen Fall zur Auslegung
der Art. 18, 20, 21 und 63 AEUV vorgelegt, der die steuerliche Behandlung von
Gebietsfremden im Vergleich zu Gebietsansässigen betrifft.
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31.08.2026
BMF: Entwurf eines Gesetzes zur Einführung einer Kassenpflicht, zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung und zur weiteren Digitalisierung des Steuerrechts
Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat einen neuen
Referentenentwurf für ein Gesetz zur Einführung einer Kassenpflicht, zur
Bekämpfung von Steuerhinterziehung und zur weiteren Digitalisierung des
Steuerrechts veröffentlicht.
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27.08.2026
Finanzverwaltung: Schreiben mit Identifikationsnummer in neuem Gewand
Eine moderne Finanzverwaltung, die den Bürgerinnen und
Bürgern das Leben leichter macht und mit ihnen in verständlicher Form in
Kontakt tritt: das strebt das Bundesfinanzministerium an und hat das Schreiben
zur Steuer-Identifikationsnummer umformuliert.
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26.08.2026
54 Finanzinstitute mit Beteiligung an Cum/Cum-Gestaltungen
54 Finanzinstitute haben bei einer Befragung der
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eine Beteiligung an
Cum/Cum-Gestaltungen bejaht beziehungsweise wurden als solche gewertet. Dies
teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (21/7322) auf eine Kleine Anfrage
der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (21/6863) mit. In der Antwort versichert die
Regierung, die Bekämpfung von Cum/Ex- und Cum/Cum-Gestaltungen habe höchste
Priorität. Der Koalitionsvertrag sehe die Prüfung weiterer Maßnahmen zur Vermeidung
von Umgehungen der Dividendenbesteuerung vor. In einem Bund-Länder-Kernteam
werde derzeit ein gemeinsames Vorgehen abgestimmt. Zur wirksamen Bekämpfung von
Finanz- und Steuerkriminalität soll die Effektivität des Steuervollzugs durch
eine weitere Intensivierung der Zusammenarbeit des Bundes und der Länder und
durch den verstärkten Einsatz von IT-Verfahren gestärkt werden, erklärt die
Bundesregierung.
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25.08.2026
BVerfG: Entscheidungen zur Erbschaftsteuer im Oktober
Das Bundesverfassungsgericht hat angekündigt, im Oktober
über zwei Verfahren zur Erbschaftsteuer zu entscheiden:
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24.08.2026
Schadensersatzansprüche: Vorsteuerabzug aus Beraterleistungen möglich
Unternehmen können Vorsteuer aus Beratungsleistungen
abziehen, die im Zusammenhang mit der Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen
stehen. Voraussetzung ist, dass die zugrunde liegende Forderung ihren
Entstehungsgrund in einer tatsächlichen oder zumindest beabsichtigten
unternehmerischen Tätigkeit hat.
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20.08.2026
Beihilfe zur Steuerhinterziehung: Speditionsmitarbeiter trifft millionenschwere Haftung
Das Finanzgericht (FG) Düsseldorf hat die Klage eines
Speditionsmitarbeiters gegen seine Inanspruchnahme für hinterzogene Branntwein-
und Alkoholsteuern weitgehend abgewiesen. Der Mann war strafrechtlich wegen
Beihilfe zu einem groß angelegten Alkoholschmuggel verurteilt worden und haftet
nach Auffassung des Gerichts für einen Steuerschaden von rund 890.000 Euro.
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19.08.2026
Wohnbau-Bodenrichtwert: Nicht für Sondernutzungsfläche anwendbar
Das Finanzgericht (FG) Düsseldorf hat einem
Grundstückseigentümer im Streit um die neue Grundsteuer recht gegeben. Die
Richter entschieden, dass ein Bodenrichtwert für Wohnbauflächen für ein mit
einem Restaurant bebautes Grundstück nicht ohne Weiteres angesetzt werden darf,
um den Grundsteuerwert zu ermitteln.
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18.08.2026
Schadensersatzansprüche: Vorsteuerabzug aus Beraterleistungen möglich
Unternehmen können Vorsteuer aus Beratungsleistungen
abziehen, die im Zusammenhang mit der Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen
stehen. Voraussetzung ist, dass die zugrunde liegende Forderung ihren
Entstehungsgrund in einer tatsächlichen oder zumindest beabsichtigten
unternehmerischen Tätigkeit hat.
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17.08.2026
Nebenberufliche Steuerberatung: Verluste können steuerlich anerkannt werden
Verluste aus einer nebenberuflich betriebenen
Steuerberatungstätigkeit sind nicht automatisch als steuerlich unbeachtliche
Liebhaberei einzustufen. Laut Bundesfinanzhof (BFH) kommt es auf die Umstände
des Einzelfalls an.
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13.08.2026
Warnung vor Phishing: Gefälschte E-Mails kündigen Steuerprüfung an
Das Finanzministerium Sachsen-Anhalt warnt vor gefälschten
E-Mails. Die Nachrichten kündigten eine Steueraußenprüfung an. Im Betreff heiße
es "Prüfungsanordnung gemäß § 193 AO". Absender sei angeblich die
Finanzverwaltung.
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12.08.2026
Hessen: Zentrale Rufnummer für Finanzämter kommt
Die hessische Steuerverwaltung bündelt ihren telefonischen
Bürgerservice: Ab dem 01.08.2026 sind alle Finanzämter sowie die bisherige
Servicehotline für Steuer- und ELSTER-Fragen unter der einheitlichen Rufnummer
069-2545 2545 erreichbar.
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11.08.2026
FinAssist.NRW: NRW-Finanzverwaltung testet eigene KI-Plattform
Die Finanzverwaltung Nordrhein-Westfalen hat mit
FinAssist.NRW den Praxistest einer selbst entwickelten KI-Lösung gestartet.
Seit Juni 2026 wird der Chatbot in den Finanzämtern Solingen, Oberhausen-Nord
und Gütersloh erprobt; nun beginnt auch der Testlauf im Finanzministerium des
Landes.
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10.08.2026
Kindergeld: Ausbildung zum Rettungssanitäter ist keine Erstausbildung
Die Ausbildung zum Rettungssanitäter gilt trotz ihrer
berufsqualifizierenden Wirkung nicht als Abschluss einer erstmaligen
Berufsausbildung im Sinne des § 32 Absatz 4 Satz 2 Einkommensteuergesetz
(EStG), weil sie kürzer als ein Jahr dauert. Das hält der Bundesfinanzhof (BFH)
in einem Fall fest, in dem es um die Weiterzahlung von Kindergeld für eine
volljährige Tochter geht.
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06.08.2026
Gesetzentwurf: Internationaler Datenaustausch über Handel mit Kryptowerten
Informationen über den Handel mit Kryptowerten sollen
international regelmäßig ausgetauscht werden. Dies sieht der von der
Bundesregierung eingebrachte Entwurf eines Gesetzes zu der Mehrseitigen
Vereinbarung vom 8. Juni 2023 zwischen den zuständigen Behörden über den
automatischen Austausch von Informationen nach dem Melderahmen für Kryptowerte
()
vor.
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05.08.2026
Die wichtigsten Steuern im internationalen Vergleich 2025
Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat eine Neuauflage der
Broschüre »Die wichtigsten Steuern im internationalen Vergleich«
veröffentlicht, die einen Überblick über zentrale steuerpolitische Indikatoren
in EU- und einigen anderen ausgewählten Industriestaaten gibt.
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04.08.2026
Fragebogen zur umsatzsteuerlichen Erfassung von im Ausland ansässigen Unternehmern
Zur umsatzsteuerlichen Erfassung von im Ausland ansässigen
Unternehmern hat das Bundesfinanzministerium die folgenden Vordruckmuster an
die aktuelle Rechtslage angepasst und neu bekanntgegeben:
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03.08.2026
Ermittlung der Erbanteile von Amts wegen bei Vorliegen gewichtiger Gründe
Finanzbehörden und Finanzgerichte haben regelmäßig von dem
Erbrecht auszugehen, wie es im Erbschein angegeben ist. Werden jedoch
gewichtige Gründe erkennbar, die gegen die Richtigkeit des Erbscheins in
tatsächlicher oder rechtlicher Hinsicht sprechen, sind sie berechtigt und
verpflichtet, das Erbrecht und --bei Miterben--
die Erbanteile selbst zu ermitteln (Bestätigung
des Urteils des Bundesfinanzhofs vom 22.11.1995 - II R 89/93, BFHE 179, 436,
BStBl II 1996, 242).
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30.07.2026
Hinzurechnung fiktiver Betriebsausgaben auch bei Steuerfreistellung durch DBA
Der 9. Senat des Finanzgerichts Münster hat entschieden,
dass eine Hinzurechnung nach § 8b Abs. 3 Satz 1 und Abs. 5 Satz 1 KStG auch
dann zu erfolgen hat, wenn die fiktiven nicht abziehbaren Betriebsausgaben
funktional bei einer ausländischen Betriebsstätte angefallen wären, die nach
einem DBA freigestellt ist.
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29.07.2026
Verpachtete Ackerflächen zählen nicht zum Verwaltungsvermögen
Im Betriebsvermögen einer Kapitalgesellschaft befindliche,
zur landwirtschaftlichen Nutzung überlassene Grundstücke gehören auch dann
nicht zum Verwaltungsvermögen, wenn die Überlassung im Rahmen einer
Betriebsverpachtung im Ganzen erfolgt.
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28.07.2026
Zur weiteren Anwendung des europäischen Koordinierungsrechts auf Kindergeldfälle nach dem Brexit
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat entschieden, dass in
Kindergeldfällen, die einen Bezug zum Vereinigten Königreich aufweisen, nach
Ablauf des bis 31.12.2020 geltenden Übergangszeitraums nur in bestimmten
Fallgruppen weiterhin das EU-Koordinierungsrecht nach der VO (EG) Nr. 883/2004
und der VO (EG) Nr. 987/2009 Anwendung findet. Dieses dient der Koordinierung
der nationalen Systeme der sozialen Sicherheit, zu denen u.a. auch der Bereich
der Familienleistungen gehört. Art. 32 Abs. 1 Buchst. d des Austrittsabkommens,
der die Weiteranwendung der Art. 67, 68 und 69 der Verordnung (EG) Nr. 883/2004
anordnet, schafft Bestandsschutz für Familienleistungen, auf die am Ende des
Übergangszeitraums bereits ein Anspruch bestand. Er erfasst Fälle, in denen
sich nur das Kind in einer grenzüberschreitenden Situation zwischen der
Europäischen Union (EU) und dem Vereinigten Königreich befand, nicht aber der
Elternteil, von dem es seine Ansprüche ableitet. Besitzt ein Elternteil nur die
Staatsangehörigkeit eines Drittstaats, kann auch noch das alte
Koordinierungsrecht nach der VO (EWG) Nr. 1408/71 und der VO (EWG) Nr. 574/72,
das den Schutz von Wanderarbeitnehmern und Selbstständigen bei
grenzüberschreitender Erwerbstätigkeit in der EU und im Europäischen
Wirtschaftsraum regelte, zur Anwendung gelangen.
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27.07.2026
Steuerhinterziehung: Grüne fordert bessere Bekämpfung
Zur besseren Bekämpfung der organisierten
Steuerhinterziehung durch Cum-Cum, Cum-Ex und Umsatzsteuerkarusselle fordert
die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einem Antrag (BT-Drs. 21/6656) die
Schaffung einer spezialisierten Analyse- und Ermittlungseinheit für
international organisierte Steuerhinterziehung auf Bundesebene. Dadurch sollen
komplexe internationale Tatbestände und Großverfahren effektiver bewältigt
werden können.
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22.07.2026
Künstlersozialversicherung: Abgabe steigt im Jahr 2027 leicht auf 5,0 Prozent
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat zur
Künstlersozialabgabe-Verordnung 2027 (KSA-VO 2027) die Ressort- und
Verbändebeteiligung eingeleitet. Nach der neuen Verordnung wird im Jahr 2027
der Abgabesatz zur Künstlersozialversicherung 5,0 Prozent betragen.
Nach der leichten Absenkung auf 4,9 Prozent in 2026 liegt er damit
wieder auf dem stabilen Niveau der Vorjahre 2023 bis 2025.
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21.07.2026
Aussetzungszinsen für Zeiträume vor 2019: Vorläufiger Rechtsschutz in voller Höhe
Der 9. Senat des Finanzgerichts Münster hat die Vollziehung
festgesetzter Aussetzungszinsen für Verzinsungszeiträume zwischen dem
01.01.2014 und dem 31.12.2018 in voller Höhe ausgesetzt. Der Senat hat
ernstliche Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit des dabei angewandten Zinssatzes
von 0,5 % pro Monat.
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20.07.2026
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei Verletzung der prozessualen Fürsorgepflicht
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat entschieden, dass ein einfach
signierter anwaltlicher Schriftsatz den Anforderungen des elektronischen
Rechtsverkehrs nach der Finanzgerichtsordnung (FGO) nicht entspricht, wenn er
nicht auf einem dort vorgegebenen Übermittlungsweg an das Gericht übermittelt
wird. Im Fall der versäumten Klagefrist kann Wiedereinsetzung in den vorigen
Stand unabhängig von einem Verschulden des Klägers zu gewähren sein, wenn das
Gericht seine Fürsorgepflicht verletzt hat.
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16.07.2026
Passivlegitimation im gerichtlichen AdV-Verfahren bei örtlicher Unzuständigkeit der Ausgangsbehörde
Die Beteiligten stritten im Wege des einstweiligen
Rechtsschutzes über die Rechtmäßigkeit von Schätzungsbescheiden für mehrere
Jahre.
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15.07.2026
Nichtbearbeitung unsinniger Rechtsschutzbegehren
Eine
"Steuerforderung" in einem gefälschten, offensichtlich nicht von
einer Finanzbehörde stammenden Schreiben (hier: einem als
"Confidential" markierten Schriftstück in englischer Sprache, in dem
die Klägerin zur Zahlung einer Schenkungsteuer in Höhe von 550 ? aufgefordert
wird, wobei das Schriftstück mit "Federal Ministry of Finance
(Germany)" überschrieben ist und maschinenschriftlich angeblich von einem
parlamentarischen Staatssekretär des Bundesministeriums für Finanzen und der
Geschäftsleiterin des Finanzgerichts Hamburg unterschrieben sein soll) ist
nicht geeignet, eine öffentlich-rechtliche Streitigkeit über
Abgabenangelegenheiten (vgl. § 33 FGO) auszulösen. Gegen eine solche
"Steuerforderung" bedarf es offensichtlich keines finanzgerichtlichen
Rechtsschutzes, entschied das FG Hamburg.
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14.07.2026
Übermittlung einer Word-Datei als formwirksame Klageerhebung bei (noch) führender Papierakte
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat entschieden, dass eine von
einem Steuerberater im falschen Datei-Format übermittelte Klageschrift
formwirksam erhoben ist, wenn die Akten beim Finanzgericht (FG) noch in
Papierform geführt werden und die Klageschrift ausgedruckt zur Akte genommen
wird.
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13.07.2026
Niedersächsischen: Gemeinden können Härtefälle bei der Grundsteuer abmildern
Der Niedersächsische Landtag hat am 23.06.2026 einen
Gesetzentwurf zur Änderung des Niedersächsischen Grundsteuergesetzes
beschlossen, die es den Gemeinden ermöglicht, in einigen besonderen Fällen die
Grundsteuer ganz oder teilweise zu erlassen. Damit wird eine bürokratiearme
Lösung für spezielle Einzelfälle ermöglicht, ohne das bewusst einfach gehaltene
Grundsteuermodell grundsätzlich in Frage zu stellen. An dem Grundsatz, dass
kleine Flächen zu wenig Grundsteuer führen und große Flächen zu mehr, ändert
sich auch durch die Härtefallregelung nichts.
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09.07.2026
Entscheidung zur neuen Grundsteuer in Niedersachsen
Das Niedersächsische Finanzgericht hält das im Jahr 2021 neu
gefasste Grundsteuergesetz des Landes nicht für verfassungswidrig. Das hat der
1. Senat des Gerichts entschieden.
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08.07.2026
Besteuerungsrecht für die Einkünfte eines Arbeitnehmers an Bord eines Schiffes im nationalen Seeverkehr
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat entschieden, dass die
Bundesrepublik Deutschland für Einkünfte eines dort ansässigen Arbeitnehmers,
der an Bord eines Schiffes im nationalen Seeverkehr tätig ist, nach dem
zwischen der Republik Zypern und der Bundesrepublik Deutschland abgeschlossenen
Abkommens zur Vermeidung der Doppelbesteuerung (DBA Zypern 2011) als
Ansässigkeitsstaat das Besteuerungsrecht zusteht. Zudem hat er klargestellt,
dass ein "Schiff im Binnenverkehr" im Sinne des DBA-Zypern 2011 nur
ein solches ist, das ausschließlich auf innerhalb des Festlandes liegenden
Binnengewässern verkehrt, das heißt auf Flüssen, Kanälen und Seen.
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07.07.2026
Falsche Kilometerangabe bei Firmenwagenbesteuerung: Steuerhinterziehung
Gibt ein Arbeitnehmer für den ihm zur Nutzung überlassenen
Firmenwagen gegenüber seinem Arbeitgeber fehlerhaft zu wenige Kilometer
zwischen seiner Wohnung und seiner Arbeitsstätte an, errechnet der Arbeitgeber
den gem. § 8 Abs. 2 Satz 3 EStG mit 0,03 % des inländischen Bruttolistenpreises
anzusetzenden Nutzungsvorteil je Entfernungskilometer pro Monat zu niedrig und
führt unwissentlich zu geringe Lohnsteuerbeträge ab.
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06.07.2026
Altersrente vom niederländischen »Algemeen Burgerlijk Pensioenfonds« ist einer Rente i. S. d. § 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa EStG vergleichbar
Der 10. Senat des FG Düsseldorf hatte darüber zu
entscheiden, ob eine Altersrente von einem niederländischen Pensionsfonds im
Rahmen des Progressionsvorbehalts mit dem Besteuerungsanteil in Höhe von 70 %
oder lediglich mit dem Ertragsanteil in Höhe von 18 % der Pension zu
berücksichtigen ist.
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02.07.2026
Keine Entschädigung für Verfahrensdauer während des Ruhens des Verfahrens
Verfahrensbeteiligte haben grundsätzlich keinen Anspruch auf
Entschädigung wegen überlanger Verfahrensdauer eines finanzgerichtlichen
Verfahrens, soweit dieses im Einverständnis der Beteiligten bis zum Abschluss
eines Musterverfahrens zum Ruhen gebracht wurde. Dies hat der Bundesfinanzhof
(BFH) entschieden.
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01.07.2026
Unentgeltliche Ratenzahlungsvereinbarung: Grundsätzlich keine Einkünfte aus Kapitalvermögen
Vereinbaren die Vertragspartner bei der entgeltlichen
Übertragung eines Vermögensgegenstands im Privatvermögen, dass die vom Erwerber
zur Erfüllung des Kaufpreises zu erbringenden Teilzahlungen in voller Höhe als
Gegenleistung für den Kaufgegenstand geleistet werden sollen und die in der
Ratenzahlungsvereinbarung liegende Stundung zinslos gewährt wird, ist für die
Besteuerung des Veräußerers von einer unentgeltlichen Stundung der
Kaufpreisforderung auszugehen, sofern sich nicht aus dem Steuerrecht ergibt, dass
die Vereinbarung der Besteuerung nicht zugrunde gelegt werden kann. Es fehlt in
diesem Fall an einem steuerpflichtigen Entgelt für eine Kapitalüberlassung
gemäß § 20 Abs. 1 Nr. 7 des Einkommensteuergesetzes --EStG-- (Änderung der
Rechtsprechung).
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